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Hermann Selhorst - der Kunst zutiefst verbunden

|   Broschüre

Hermann Selhorst, geboren 1877 in Langenberg und gestorben 1931 in Nordhagen bei Delbrück, hat sich um seine Heimat, vor allem dem Rietberger und Delbrücker Lande, sehr verdient gemacht, und das in mancherlei Bereich.

Er war ein Mensch, der dem Musischen zutiefst verbunden war, dem Gesang, dem Spiel auf dem Harmonium, der Malerei und vor allem der bildenden Kunst, wie es einer seiner Freunde, Pater Walther Tecklenborg aus dem nahen Franziskanerkloster zu Rietberg, in einem Nachruf auf Hermann Selhorst so trefflich zum Ausdruck brachte: „In seinen besten Jahren mitten in seiner hohen Schaffenskraft, mußte er uns verlassen. Mit ihm ist ein gut Stück westfälischer Heimatkunst ins Grab gegangen. Er, der nun gestorben ist, ist in seinen Werken verewigt. Von seiner großen Schaffenskraft und seinem überaus feinen künstlerischen Gefühl legen sie deutlich Zeugnis ab. In vielen Kirchen unserer Heimat und weit darüber hinaus finden wir sie als prachtvolle Kommunionbänke, stilvoll und dauerhaft gearbeitete Chorstühle und Altäre.

All diese kirchlichen Kunstgegenstände sind formgewordener Ausfluß eines tieffrommen Gemütes und einer feinen Auffassung von Stil und Aestetik.

Welch tadellos sauber ausgeführte Zeichnungen und Entwürfe sind aus seiner Hand hervorgegangen, wieviel ausdrucksvolle Kruzifixe hat er geschaffen. Besonders in den letzten Jahren hat er sich auf  diesem Gebiete zu einer beachtenswerten künstlerischen Höhe aufgeschwungen. Er verstand es, in seine Christusbilder eine wundervolle Ruhe und den Ausdruck göttlichen Leids zu legen. Der Moderne war die Form nicht entgegengesetzt. Gelegenlich wurden Kruzifixe und Bildhauerarbeiten ausgestellt. Zahlreiche Zeichnungen in Bleistift und Feder hat er hinterlassen. Hermann Selhorst war mit einem Worte ein großer Mann, dessen Heimgang wir nun beklagen können.“

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Viele Zeichnungen und Entwürfe sind aus seiner Hand hervorgegangen.
Hermann Selhorst ist in seinen Werken verewigt.
Aus den verzierten Kommunionbänken entstand Zelebrations-Altar
Aus den verzierten Kommunionbänken, die Holzkünstler Hermann Selhorst in seiner Werkstatt für religiöse Kunst angefertigt hatte, entstand 1974 im Zuge der Renvovierung der Pfarrkirche Westenholz der Zelebrations-Altar.
Die Motive des Altars sind biblische Tier-Allegorien
Die Motive des Altars sind biblische Tier-Allegorien, einerseits Pelikan und Löwe (Foto), andererseits Lamm und Hirsch (Foto oben).