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Stephan Selhorst und seine Kunst aus Worten

|   Broschüre

Stephan Selhorst, Prof. Dr. phil., 1913 in Rietberg geboren und 1976 in seiner Wahlheimat Borken verstorben, besuchte nach der Volksschule in Westenholz das Progymnasium in Rietberg.

Hier schrieb er zu seinem Einjährigen, als gerade der Vater allzufrüh verstorben war, eine Interpretation zu Birkles „Winterlandschaft“, die sogar beim Kultusminister in Berlin Aufmerksamkeit und besondere Anerkennung fand. Nach dem Abitur 1934 am Paderborner Gymnasium Theodorianum studierte Stephan Selhorst Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie und Geschichte an den Universitäten zu Münster, Köln, Berlin, Florenz und Rom und promovierte 1938 mit „magna cum laude“ in Kunstgeschichte. Seine Dissertation schrieb er über die „Problemtaik des Individualismus in der Romantik“.

Nach Pflichtarbeitsdienst, sechs Jahren Wehrdienst und vier Jahren russischer Gefangenschaft war Stephan Selhorst Redakteur einer Tageszeitung und verfaßte zahlreiche Schriften über Kunst, vor allem die des Borkener Landes.

1964 wurde er Dozent und schließlich Professor an der Fachhochschule in Münster.

Als Gründer und Vorsitzender des Kulturkreises Schloß Raesfeld und Kulturbeauftragter des Kreises Borken machte er sich weithin einen Namen.

Als Organisator und Leiter vieler, vor allem kunsthistorischer Studienreisen ins europäische Ausland stellte sich Stephan Selhorst auch in den Dienst echter Völkerverständigung. Und doch blieb der allzufrüh Vollendete stets seiner Heimat verbunden, wie es auch in seinem Buch „Gute alte Zeit“, das noch kurz vor seinem Tode erschien, wieder einmal sichtbar wurde.

Unvergessen sind auch die nicht wenigen Beiträge, in denen auch das Wort zu einem Kunstwerk und somit auch zum Nachdenken reizt.  

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Stephan Selhorst, Gemälde von Pientia Selhorst
Stephan Selhorst, Gemälde von Pientia Selhorst